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Kreisschülerrat im Austausch mit Landtagsabgeordneter Tanja Hartdegen: Mehr Bildung, weniger Symbolpolitik

Der Kreisschülerrat (KSR) Hersfeld-Rotenburg tauschte sich mit Tanja Hartdegen aus. Das Gespräch führten Elias Philipp Herzog, Kreisschulsprecher, und Jan Goldmann, stellvertretender Kreisschulsprecher, an der Modellschule Obersberg.

Der KSR kritisiert die Bildungspolitik der Landesregierung als Symbolpolitik.„Als Gremium bringen wir regelmäßig konkrete Vorschläge ein, um die Bildung im Interesse der Schülerschaft zu verbessern. Stattdessen erleben wir zunehmend Maßnahmen wie das Handyverbot, ein pro forma eingeführtes Waffenverbot an Schulen oder das Genderverbot, die an den eigentlichen Problemen vorbeigehen. Wir erwarten hier künftig spürbare Verbesserungen“, erklärt Elias Philipp Herzog.

Mit Sorge blickt der KSR auf die Kürzungen im Bereich der digitalen Bildung. Diese entziehen aus Sicht des Gremiums einem Handyverbot die Grundlage.„Wir lehnen das Handyverbot ab. Gerade vor dem Hintergrund der Kürzungen bei der digitalen Bildung wäre es konsequent, es zurückzunehmen. Es braucht mehr digitale Bildung und weniger Verbote, die das Problem verfehlen“, ergänzt Jan Goldmann.

Zudem fordert der KSR mehr Transparenz bei Unterrichtsausfällen. Künftig sollen frei zugängliche Daten zu Ausfallstunden im Landkreis bereitgestellt und konsequent genutzt werden, um Probleme sichtbar zu machen und gezielt Verbesserungen einzuleiten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die mentale Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Ziel des KSR ist eine flächendeckende Versorgung mit Schulsozialarbeit im Landkreis. Zudem plant der KSR eine Kampagne zur Aufklärung über psychische Erkrankungen.

„Dass immer mehr Schülerinnen und Schüler unter psychischen Belastungen leiden, ist äußerst besorgniserregend. Unser Ziel ist es, Betroffenen konkrete Unterstützung zu ermöglichen. Oft fehlt es an Sensibilisierung oder an einer frühzeitigen Diagnose. Mit unserer Kampagne und einem Maßnahmenkatalog wollen wir die Situation im Landkreis verbessern. Ich freue mich über die Unterstützung aus der Landespolitik bei diesem wichtigen Vorhaben“, so Herzog abschließend.

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